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    2012/05/19 18:30
    GCLP 191830Z 01022KT
    9999 FEW025 23/14
    Q1018 NOSIG
    
Berichtet am:
19 May, 2012 - 18:30

Energieberatung

Beleuchtung: Immer im Rampenlicht

Die jüngsten Statistiken lassen aufhorchen: Mehr als zwei Drittel der gesamten Stromkosten könnte ein durchschnittlicher Haushalt oder Betrieb einsparen, wenn statt der herkömmlichen Glühlampen moderne, energiesparende Beleuchtungstechnik eingesetzt würde. Der Aufwand dafür ist geringer als oft befürchtet, denn moderne Halogensysteme, Energiesparlampen oder LED-Systeme lassen sich auch ohne grundlegende Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen installieren. Und die wirtschaftlichen Vorteile von Leuchtstofflampe, LED und Co. liegen auf der Hand: Sie brauchen bei gleicher Helligkeit deutlich weniger Energie und zeichnen sich durch eine wesentlich höhere Lebensdauer aus.

Glühlampen: Wenn die Birne leuchtet

Glühlampen in der heute üblichen Form sind seit mehr als hundert Jahren in Gebrauch und energetisch nicht mehr zeitgemäß. Zwar wird fast die gesamte elektrische Energie in Strahlung umgewandelt, doch deren Hauptanteil liegt im unsichtbaren Infrarotbereich und wird als Wärme wahrgenommen. Bei einer konventionellen Glühlampe mit einer Farbtemperatur von 2700 K – sie ergibt das typisch warm-gelbe Licht – beträgt der Anteil des sichtbaren Lichts an der gesamten Strahlung nur etwa 5%. Außerdem haben Glühlampen für 230 Volt Netzspannung nur eine durchschnittliche Lebensdauer von rund 1500 Stunden.

Leuchtstofflampen: Alles außer Neon

Bessere Wirkungsgrade erreichen die innen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichteten Gasentladungslampen, die vor allem als Leuchtstoffröhren bekannt sind. Sie werden zwar oft als Neonröhren bezeichnet, sind aber keineswegs mit Neon, sondern mit Quecksilberdampf und dem Edelgas Argon gefüllt. Moderne Leuchtstoffröhren haben eine viermal höhere Lichtausbeute als Glühlampen und sparen gut 75% Energie ein. Außerdem zeichnen sie sich durch sehr hohe Lebensdauer von 10.000 Stunden und mehr aus. Allerdings erreichen Leuchtstoffröhren erst einige Zeit nach dem Einschalten ihre volle Leuchtkraft.

Energiesparlampen: Teuer aber wirtschaftlich?

Kompakt-Leuchtstofflampen oder Energiesparlampen arbeiten prinzipiell wie Leuchtstoffröhren: Man kann sie als mehrfach gebogene und dadurch Platz sparende Leuchtstoffröhren ansehen, die meist einen Glühlampen-Schraubsockel besitzen. Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit wie normale Glühlampen nur etwa ein Fünftel der elektrischen Energie - und dies bei sehr hoher Lebensdauer von bis zu 15.000 Stunden, das entspricht etwa 10 Jahren bei durchschnittlicher Nutzung. Unter dem Strich sind Energiesparlampen deshalb trotz der durchweg höheren Anschaffungskosten wirtschaftlicher als normale Glühlampen: Bei Stromkosten von 18 Cent pro Kilowattstunde spart eine einzige Energiesparlampe mit 11 Watt Leistungsaufnahme – sie liefert die Helligkeit einer 60-Watt-Glühlampe – über ihre gesamte Lebensdauer gut 30 Euro. Dazu kommen die Kosten für mindestens zehn Ersatzglühlampen.

Halogenglühlampen: Die kleinen Hitzköpfe

Glühlampen mit einer Füllung aus den Halogengasen Brom oder Jod erreichen eine fast doppelt so hohe Lichtausbeute wie gewöhnliche Glühlampen. Durch die sehr hohe Glaskolbentemperatur von mehr als 250 °C ist eine sehr kompakte Bauform nötig, die winzigen „Halogenbirnchen“ geben andererseits dem Designer außergewöhnlicher Leuchten viel Gestaltungsfreiheit. Gängig sind Niedervolt-Halogensysteme für 12 Volt Betriebsspannung, die auch an offenen Metallschienen oder -seilen geführt werden können. Niedervolt-Leuchten benötigen Platz für einen Transformator, die Leuchtmittel erreichen eine durchschnittliche Lebensdauer von rund 4000 Stunden. Hochvolt-Halogenlampen mit spezieller Bajonett-Fassung können ohne Trafo direkt mit Netzspannung betrieben werden. Sie erreichen höhere Lichtleistungen als Niedervolt-Lampen, ihre Lebensdauer liegt aber mit rund 1500 Betriebsstunden nicht merklich höher als bei normalen Glühlampen. Eine neuere Entwicklung sind IRC-Halogenlampen (Infra Red Coated) mit einer mattweißen Infrarotbeschichtung, die Licht passieren lässt, die ohnehin unerwünschte Wärmestrahlung aber auf die Glühwendel zurück reflektiert. Das vermindert den Wärmeverlust und steigert deutlich die Lichtausbeute gegenüber Standard-Halogenlampen.

LEDs: Winzig, sparsam, unkaputtbar

Der Wirkungsgrad von LEDs, Licht emittierenden Dioden, ist noch deutlich höher als der von Halogenlampen. LEDs sind gleich aus zwei Gründen regelrechte Sparschweine: Zum einen verbrauchen sie im Vergleich zur Glühlampe nur einen Bruchteil der Energie – die Helligkeit einer 60-Watt-Glühbirne lässt sich mit nur 2 Watt in LED-Technik erreichen. Zum anderen leben LEDs länger als jedes andere Leuchtmittel: Sie können eine Lebensdauer von gut 100.000 Stunden erreichen – das entspricht etwa 10 Jahren Dauerbetrieb, im praktischen Betrieb also mehreren Jahrzehnten. Der Handel bietet unterschiedliche LED-Strahler für 12 Volt und Netzspannung mit gängigen Schraub-, Bajonett- und Stiftfassungen an. Derzeit erreicht die Helligkeit solcher Strahler etwa die einer 40-Watt-Glühlampe, so dass meist eine größere Anzahl von LED-Leuchtmitteln notwendig ist.

Solarleuchten: Sparschwein mit Sonnenantrieb

Seit die Solartechnik mit immer besseren Leistungen aufwarten kann, werden im Außenbereich immer häufiger so genannte Solarleuchten eingesetzt: Photozellen wandeln Sonnenstrahlen tagsüber in elektrischen Strom um, der in Akkus gespeichert und bei Dunkelheit verbraucht werden kann. Als Leuchtmittel dienen helle LEDs oder spezielle Mini-Leuchtstoffröhren mit geringem Energiebedarf und langer Lebensdauer. Diese Solarleuchten sparen richtig Geld: Weil sie keine Steckdose brauchen, ist der Strom kostenlos, nur neue Akkus sind von Zeit zu Zeit fällig. Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte Handhabung, denn Solarleuchten lassen sich ohne Verkabelung einfach dort aufstellen, wo gute Beleuchtung gewünscht ist. Allerdings sollten die Leuchten im Winter ins Haus geholt werden, denn Akkus vertragen keine Kälte.

 

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